Gedichte / básně
Am Schwarzen Meer, in der bulgarischen Stadt Balčik (Baltschik), dem antiken Dionysopolis,
befindet sich das Sommerschloss der rumänischen Königin Maria, das unzählige kulturelle Einflüsse in sich vereint, samt Schlosspark, dem „Stillen Nest“. Außerdem steht in Balčik ein Tempel der Kybele.
Kybele war ursprünglich ein Mann, aus dessen Geschlechtsteil ihr Geliebter, der Jüngling Attis, erstand. Als dieser eine andere Frau heiraten wollte, schlug Kybele ihn mit Wahnsinn.
Rubilina vermengt die Schicksale Kybeles und Marias mit den Sehnsüchten einer heutigen Sprecherin: Mythos und Gegenwart: Wer kann’s unterscheiden?
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Radka Rubilina ist Direktorin des Tschechischen Zentrums in Sofia, leitete zuvor jenes in Kyjiw.
Sie ist Slawistin (Doktorat an der Uni Konstanz), Übersetzerin aus dem Russischen, Ukrainischen und Bulgarischen, wirkte als Menschenrechtsbeauftragte in postsowjetischen Ländern. Sie gibt regelmäßig literarische Arbeiten von Häftlingen russischer Gulags heraus.
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Weitere zeitgenössische tschechische Dichterinnen im Verlag Kētos sind Zuzana Lazarová und Iveta Ciprysová.
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Unterstützt von der Stadt Wien und vom Kulturministerium der Tschechischen Republik.
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Radka Rubilina: Balčik
übersetzt von / přeložil Ondřej Cikán
Česky / Deutsch
18.3. 2026, Band / svazek 39
96 Seiten / stran
Hardcover mit Fadenbindung / vazba šitá v pevné obálce
EUR 22 / CZK 250
ISBN: 978-3-903124-39-4
